Der Weihnachtsmann kauft online –
Einzelhandel bleibt wichtig, muss aber reagieren

Studie von NCR zeigt, dass sich König Kunde auch im Kaufhaus Möglichkeiten zum Onlineshopping wünscht

  • 59 Prozent der Verbraucher setzen an Weihnachten auf Online- und Einzelhandel
  • 56 Prozent wünschen sich mehr Personal
  • 55 Prozent sind genervt von langen Warteschlangen
  • 32 Prozent möchten gleich im Laden online bestellen

AUGSBURG, 6. Dezember 2012 – Eine von NCR in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Smart Research durchgeführte Studie* hat gezeigt, dass fast 59 Prozent der Deutschen ihre Weihnachtsgeschenke sowohl online als auch im Einzelhandel kaufen. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass Onlineangebote immer stärker genutzt werden. 17 Prozent der Befragten besorgen ihre Geschenke in diesem Jahr demnach ausschließlich im Internet, wohingegen 15 Prozent allein in lokalen Geschäften einkaufen.

Das betrifft nicht nur die junge Generation, auch bei den 50- bis 65-Jährigen finden Onlinehändler immer größeren Anklang: Rund 15 Prozent kaufen ihre Geschenke nur online, über die Hälfte (52 Prozent) der Generation 50 plus setzt aber ebenfalls auf eine Kombination aus Handel und Internet.

 

 

„Die Ergebnisse zeigen uns, dass der Einzelhandel nach wie vor eine wichtige Rolle im Weihnachtsgeschäft spielt. Sie machen aber auch deutlich, dass es Verbesserungsbedarf gibt, damit das auch in Zukunft so bleibt“, erklärt Stefan Clemens, Area Industry Leader Retail & Hospitality bei NCR. Damit können Einzelhändler nicht früh genug anfangen: Rund 60 Prozent der Befragten kaufen ihre Geschenke bereits mit einigen Wochen Vorlauf im November. Nur ein geringer Prozentsatz (1 Prozent) gab an, sich erst an Heiligabend durch die Kaufhäuser zu  kämpfen – die Mehrheit davon sind übrigens Männer.

 

Stressfaktoren und wie man sie umgeht
Gründe, vor den Weihnachtsfeiertagen auf das Onlineshopping auszuweichen, nennen Verbraucher einige: Als die größten Stressfaktoren gelten überfüllte Kaufhäuser (rund 71 Prozent), lange Warteschlangen an den Kassen (rund 55 Prozent) sowie geschlossene Kassen, die trotz großem Andrang nicht geöffnet werden (rund 41 Prozent). Aber auch die geringer werdende Auswahl (knapp 14 Prozent) und defekte Kassensysteme (rund 12 Prozent) werden zur Geduldsprobe für deutsche Weihnachts-Shopper.

Ganz oben auf der Wunschliste der Kunden stehen daher mehr Personal (rund 56 Prozent) und längere Ladenöffnungszeiten (etwa 41 Prozent). Eine Möglichkeit, um lange Wartezeiten zu reduzieren und dennoch ausreichend Personal für die Beratung zur Verfügung zu haben, könnte der Einsatz von Selbstbedienungskassen sein. Diese stehen bei rund 28 Prozent der Befragten als zusätzliche Serviceleistung auf dem Wunschzettel. Das gilt auch für die Möglichkeit, sich an Computer-Terminals nicht vorrätige Ware zu bestellen (20 Prozent) oder die Ware bereits vorher über das Onlineangebot des Händlers zusammenzustellen und anschließend im Laden abzuholen (rund 34 Prozent).

Stärken des Einzel- und Onlinehandels
Kunden kennen die Vorteile des Einzelhandels und schätzen insbesondere, dass sie die Ware direkt testen und anfassen können. Rund 75 Prozent aller Befragten empfinden dies als das große Plus lokaler Händler. Und knapp die Hälfte (45 Prozent) würdigen die kompetente Beratung durch das Verkaufspersonal.

Doch auch der Onlinehandel hat seine Vorzüge. Die offensichtlichsten sind die Rundum-Verfügbarkeit des Angebots (78 Prozent) sowie die Möglichkeit, gemütlich von daheim einkaufen zu können (rund 79 Prozent). Das leidige Tütenschleppen umgehen knapp 71 Prozent gerne, indem sie sich ihre Geschenke einfach nach Hause liefern lassen. Die Hälfte der Befragten (rund 50 Prozent) empfindet darüber hinaus die Auswahl online als größer. Weitere 409 Befragte (knapp 41 Prozent) sagten aus, dass  sie bei einem Onlinehändler mehrere Geschenke auf einmal finden können. Allein die Weihnachtsstimmung kommt beim virtuellen Einkaufsbummel nicht auf: Rund 28 Prozent genießen die vorweihnachtliche Beleuchtung und Dekoration und gehen daher gerne durch die Fußgängerzonen.

Infografiken sowie eine Zusammenfassung der Studienergebnisse können sich Interessierte hier herunterladen: Zusammenfassung

 

* Studie von NCR und  Smart Research (www.smart-research.de), durchgeführt  im November 2012: Online-Befragung unter 1001 Verbrauchern in Deutschland zwischen 20 und 65 Jahren.

Kategorien: Retail & Hospitality

Veröffentlicht von Almut Burkhardt am 6. Dezember 2012 um 10:58 Uhr

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